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Wie der ORF den "falschen" Terror hinunterspielt

Andere, Do, 28.03.2019, 21:24 | Andreas Unterberger

Seit einer Woche liest man in um Information ihrer Leser bemühten Medien, dass das Straßenbahnattentat von Utrecht ein Terroranschlag eines türkisch-stämmigen Migranten gewesen ist. Im ORF liest man auch heute keine Information über den Täter - außer halt, dass er ein "Mann" ist -, und schon gar nicht seinen türkischen Vornamen, der anderswo zu lesen ist. Und dass es ein "terroristisches Motiv" gegeben hat - also das zweifellos Wichtigste an dieser Meldung - steht erst exakt in ihren allerletzten beiden Wörtern als Behauptung des Staatsanwalts.

Die Fast-Nicht-Berichterstattung zu Utrecht ist jetzt überhaupt nur deshalb - augenscheinlich widerwillig und kurzfristig - wieder aufgenommen worden, weil  ein viertes Opfer des Anschlags verstorben ist. Ansonsten war sie praktisch sofort wieder aus dem ORF verschwunden.

Man vergleiche die ORF-Berichterstattung zu Utrecht mit jener über den Tage davor von einem Rechtsextremisten begangenen Terroranschlag von Neuseeland, der zwar mehr Todesopfer gefordert hat, der aber am total anderen Ende der Erde passiert ist und nicht im  EU-Europa. Dabei müsste uns Utrecht ja eigentlich als Teil der tagtäglich von allen Mainstreammedien gepriesenen "Wertegemeinschaft"  viel näher stehen. Jedoch hat statt dessen Neuseeland ununterbrochen ein Vielfaches der Berichterstattung bekommen - offensichtlich um das verzweifelte Narrativ der Linksparteien zu stützen, dass der rechtsextreme Terror eigentlich viel schlimmer als der linkextreme oder islamistische sei, obwohl es in Österreich keine Spur davon gibt.

Und seit bekannt ist, dass der neuseeländische Mörder lange vor der Tat an einen rechten österreichischen Verein gespendet hat, können sich Linksparteien und ORF überhaupt nicht mehr vor Erregung einfangen. Dabei ist diese seit Tagen dramatisch getrommelte Querverbindung nach Österreich anscheinend nur eine sehr marginale gewesen, in der bisher nicht einmal eine Rechtswidrigkeit gefunden worden ist, während in einem weiteren potenziell noch viel blutigeren Massenmordversuch gegen einen ICE-Zug der Täter überhaupt ein seit Jahren als "Flüchtling"(!) in einem Wiener(!) Gemeindebau(!) lebender irakischstämmiger Mann ist. Hier ist also die Österreich-Verbindung viel enger. Man kann aber  fast wetten, dass Neuseeland dennoch weit länger und intensiver den ORF beschäftigen wird als Utrecht und ICE zusammen.