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ORF schafft die Mindestsicherung gleich ganz ab

Andere, Sa, 13.04.2019, 16:52 | Niklas G. Salm

Neben all den Identitären-Enthüllungen, die Tag für Tag aus allen Kanälen des Staatsfunks auf uns einprasseln, bleibt den armen Rotfunkern fast keine Zeit mehr für die ganz "normale" linke Propaganda. Schließlich muss man den Hörern und Sehern mit nur wenig faktenbasierten Informationen und dafür umso mehr Empörung und künstlicher Aufregung vermitteln, warum rund 300 Identitäre die größte Gefahr für das Land seit Menschengedenken darstellen und wieso da auch die böse FPÖ bis über beide Ohren mitdrinsteckt. Mal hat der siebente Zwerg von rechts was gespendet (was zwar völlig legal ist, aber wurscht), mal ist irgendwer mit irgendwem auf einem jahrealten Foto zu sehen. Es gibt in diesen Tagen wirklich viel zu tun und zu erklären für die roten Kanalarbeiter. Inklusive permanenter Schnappatmung.

Dankenswerter Weise findet der eine oder andere Rotkanalist trotzdem noch die Zeit, uns auch mit sonstigen linken Märchen zu erfreuen. So etwa in der zutiefst bewegenden Online-Story "Volkshilfe-Direktor übernachtet im Zelt". Da erfahren wir gleich nach dem bewegenden, zu Tränen rührenden Titel folgendes im Untertitel: "Die Volkshilfe ist derzeit mit einer Protesttour gegen die Abschaffung der Mindestsicherung in ganz Österreich unterwegs."

Gegen die Abschaffung der Mindestsicherung? Haben wir was verpasst? Eigentlich will die Regierung die Mindestsicherung doch nur reformieren, um vor allem den Asyl- und Sozial-Tourismus nach Österreich einzudämmen. Was eh schon viel zu lange immer wieder verschoben worden ist. Die Mindestsicherung wird aber sicher nicht abgeschafft, sondern maximal umbenannt. Und für die allermeisten Einheimischen ändert sich rein gar nichts, soweit sie wenigstens der deutschen Sprache mächtig sind und eine Hauptschule besucht haben. Was uns der hochgradig objektive und unabhängige ORF da verkaufen will, sind also reine Fake News. Die rein zufällig Stimmung gegen die böse Regierung machen.

Weiter im Text: "Die Protesttour führt Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger durch ganz Österreich: ,Es geht darum, dass Menschen ihre Existenz gesichert haben sollen und wir sehen nicht ein, dass eine Regierung das Mindeste abschafft in einem der reichsten Länder. Aus meiner Sicht empörend.' [...] Um zu zeigen, wo die Sozialhilfe neu für Betroffene enden könnte, nämlich auf der Straße, übernachtet Erich Fenninger in einem Zelt in der Klagenfurter Fußgängerzone." Auch der zeltende Sozialindustrielle darf also von einer Abschaffung der Mindesthilfe fantasieren.

Die Realität ist es, die im ORF komplett abgeschafft und durch linke Märchen, Legenden und Utopien ersetzt wird. Und der Medienminister und mit ihm die ganze Regierung schauen gespannt zu, welche Watschen sie wohl als nächstes vom Rotfunk ausfassen werden. Total schlau!