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Wie der ORF die Forderungen der NGOs unterstützt

Andere, Mo, 16.12.2019, 16:23 | Werner Reichel

ORF-Wien titelt auf seiner Webseite: „Greenpeace gegen Schanigartenheizung“ Hurra, die grünen Reichshälfte fordert ein neues Verbot. Was sonst? Selbstverständlich zum Wohle von uns allen.

Das Ergebnis von Verboten und Regelungen sind stets neue Verbote und Regeln. Das ist eine Gesetzmäßigkeit, die schon Friedrich August von Hayek bei Marktprozessen beschrieben hat: Staatliche Interventionen erfordern weitere Interventionen, sie münden in einer Interventionsspirale.

Deshalb war es nur eine Frage der Zeit, bis dem generellen Rauchverbot in Lokalen weitere Einschränkungen folgen. Grüne Vorfeldorganisationen wie Greenpeace sind dabei oftmals die Vorreiter, sie machen Stimmung und bereiten den Boden für neue Verbote. So auch in diesem Fall. Nachdem man die Raucher vor die Lokale verbannt hat, will man ihnen jetzt die Heizung abdrehen. Damit unser Planet nicht untergeht.

Was NGOs fordern, wird vom ORF stets bereitwillig und lautstark verkündet. Selbstredend nur, wenn es sich um linke Organisationen handelt. Diese Nichtregierungsorganisationen sind einen neue moralische Instanz, die das Vakuum auffüllen, das die sich gerade selbst auflösende Kirche hinterlässt. Mittlerweile ist Greta Thunberg politisch einflussreicher, wichtiger und medial präsenter als der Papst. Diese neuen NGO-Priesterkaste, diese selbsternannten Retter der Welt und der Menschheit predigen von ihrer Moralkanzel herab, was wir zu tun, zu denken und wie wir zu leben haben. Und ihre Kirchen sind Medien wir der ORF.

Greenpeace, Amnesty International, S.O.S. Mitmensch, Fridays For Future, Asyl in Not und all die anderen Vereine haben mit dem öffentlich-rechtlichen Linksfunk ein mächtiges Sprachrohr, das ihre Forderungen und ihre Politik mit den Geldern der Gebührenzahlern bereitwillig verbreitet und ihnen das notwendige Gewicht verleiht.

Die NGOs verfügen über keinerlei demokratische Legitimation, sie sind von niemanden gewählt worden und nur deshalb von Bedeutung, weil sie von Medien wie dem ORF hofiert und unterstützt werden. So sind mit Hilfe linker Medien an demokratisch Prozessen und Institutionen vorbei einflussreiche Organisationen erschaffen worden, die die Politik in den Nationalstaaten und auf internationaler Ebene massiv beeinflussen.

Ohne die weltweite Propaganda der linken Mainstreammedien wäre ein Phänomen wie Greta Thunberg undenkbar. In Österreich hat der ORF für die schwedische Klima-Marionette ganze Arbeit geleistet. Ganz so bekannt wie Greta ist ein gewisser Herwig Schuster nicht. Für einen Auftritt im ORF reicht es für den selbsternannten Klimaretter und Greenpeace-„Aktivisten“ allemal. Wenn er meint, dass sich Raucher ab sofort abfrieren sollen, dann wird das vom ORF als wichtige und legitime Forderung zur Rettung der Menschheit unkritisch verbreitet.

Herr Schuster hat auch gleich einen zündenden Alternativvorschlag: Die Lokale sollen Decken verteilen. Und weil Herr Schuster von Greenpeace angeheuert wurde, hat er nicht nur die nötige Autorität und Legitimation solche Forderungen aufzustellen, sondern mit dem ORF auch ein williges Verlautbarungsorgan.

Der Linksfunk macht sich in seinem Heizstrahler-Nein-Danke-Artikel nicht einmal die Mühe, kritische Stimmen aus der Gastronomie einzubauen. Wozu? Man will den ungläubigen und widerlichen Klimaleugnern schließlich kein Podium bieten.

Das Tolle an NGOs wie Greenpeace: Im Gegensatz zu den heimischen Parteien, bei denen der ORF zumindest pro forma so tun muss, als würde er sie alle gleichbehandeln und sie gemäß ihrer Mandatsstärke medial berücksichtigen, hat er bei den NGOs freie Hand. NGOs, Aktivisten und Vereine, egal wie wichtig sie auch sein mögen, wenn sie nicht auf Linie sind, werden sie vom ORF ignoriert. Punkt. Andererseits werden Kritik und Forderungen selbst von popligen Einmann-NGOs im ORF breitgetreten, wenn es dem Linksfunk ins Konzept passt, zumal solche Vereine in der Regel ja nichts anders als rote oder grüne Vorfeldorganisationen sind.

Hier kann der ORF völlig willkürlich und politisch einseitig agieren, ohne Objektivität auch nur heucheln zu müssen. Und wie wir aus Erfahrung wissen, wenn ORF, Grüne und andere Linke gemeinsam mit befreundeten NGOs ein politisches Ziel verfolgen, bauen sie solange medialen und politischen Druck auf, bis sie es erreicht haben. Dafür gibt es unzählige Beispiele, von der Homoehe bis zum Rauchverbot in der Gastronomie. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis in Wien die Heizstrahler vor den Lokalen abgedreht werden. Es geht schließlich um die Rettung unseres Planeten.