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Der fahrlässige Umgang mit der Krise

Andere, Mi, 25.03.2020, 18:16

Die äußeren und inneren Feinde des ORF sind die gleichen wie vor Corona. Statt wegen ihrer nichtlinken Politik prügelt man sie halt jetzt wegen Corona.

Kurze Zeit bestand die Hoffnung, gleich zwei der am meisten gehassten alten, weißen Männer dank dem Virus, das laut ARD „gerechterweise die Alten hinwegraffe“, zu verlieren. Solange sie jedoch (leider) noch leben, werden die Corona-Schurken Trump und Bolsonaro von unserem staatlichen Kriegssender um so leidenschaftlicher bekämpft:

Laut Trump ist allerdings auch ein Impfstoff nicht mehr weiter entfernt, und sowieso sei alles mit April wieder vorbei, wie der US-Präsident im Februar betonte, so die „Washington Post“ in ihrer Aufzählung von Trumps falschen oder irreführenden Zitaten in Sachen Coronavirus schreibt.

Amerikanische Anti-Trump-Medien wie die Washington Post oder CNN werden vom ORF zwar gerne zitiert. Ein großer CNN-Artikel zum Versagen der „Austrian authorities“ bei der Ischgl-Affäre wurde vom ORF hingegen völlig ignoriert, zumal es sich bei den "Austrian authorities" ja (sowohl in Tirol als auch in Österreich) auch um gute Grüne handelt.

Despite an official warning from the Icelandic government on March 4 that a group of its nationals had contracted coronavirus in Ischgl, Austrian authorities allowed ski tourism — and the partying that goes with it — to continue for another nine days before fully quarantining the resort on March 13. Bars in Ischgl were closed on March 10.

Wären die „Austrian authorities“ statt grün immer noch blau gewesen, hätte sie der ORF genussvoll mit CNN grün und blau geprügelt. Wäre das Ganze nicht in Ischgl, sondern in Aspen passiert, wäre für den ORF natürlich auch niemand anderer als Trump schuld, was mit Sicherheit auch von CNN bestätigt worden wäre.