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Werner Reichel (Fakten: Do, 03.07.2014, 10:05)
25 Millionen Euro für Song Contest

Nach dem Sieg von Conchita Wurst darf der ORF den Euriovision Song Contest im kommenden Jahr ausrichten. Wo das europäische Schlagerwettsingen stattfinden wird, steht noch nicht fest. Drei Städte sind im Rennen: Wien, Innsbruck und Graz. Wer den Zuschlag bekommt, dürfte vor allem davon abhängen, welche Stadt/Bundesland am meisten zuschießt. Und da das rot-grüne Wien beim Ausgeben von Steuergeldern bekanntlich wenig Hemmungen hat, dürfte es wohl die Bundeshauptstadt werden. Auch wenn sich die Tiroler derzeit für den Song Contest mächtig ins Zeug legen.

Laut ORF wird der Song Contest rund 25 Millionen Euro kosten. Ob es wirklich bei dieser Summe bleiben wird, darf bezweifelt werden. Wie die Erfahrung bei solchen Großprojekten (vor allem in Wien) zeigt, liegen die tatsächlichen Ausgaben dann meist deutlich über solchen Schätzungen.  Rund zehn Millionen will man jedenfalls einnehmen. Als Hauptargument für solch hohe Ausgaben müssen zumeist die Umwegrentabilität und der Werbewert solcher Events herhalten.

So mancher hat daran aber seine Zweifel. Etwa der SPÖ-Bürgermeister von Salzburg Heinz Schaden. Er hatte bezüglich Song Contest Austragung sofort abgewinkt. Sein Argument: „Außerdem ist der internationale Werbewert bescheiden. Die Leute interessieren sich dafür, welches Land welchem Song wie viele Punkte gibt. Man interessiert sich natürlich für den Sieger und das ganze Drumherum. Aber wo die Veranstaltung stattfindet, ist sekundär. Und sicher keine geschätzten 40 Mio. Euro an Steuergeld wert”.

Jedenfalls soll sich jetzt ein Kreativteam Gedanken über die Gesangsshow machen.  Nicht dabei sein werden, entgegen ersten Medienberichten, Andre Heller und Stefan Ruzowitzky. Sie haben bereits abgesagt.  Aus dem ORF heißt es mittlerweile, es werde nicht EIN Kreativ-Team geben,  man wolle die Fülle an Kontakten zu Künstlern und Kreativen nutzen.

Do, 03.07.2014, 14:21 | La Rochefaucould

Könnte nicht Gabalier dort die alte Bundeshymne singen?
Do, 03.07.2014, 14:31 | wotan

Ja!!Bitte!
Do, 03.07.2014, 21:57 | querdenker

...um Gottes Willen NEIN! Der Gabalier gewinnt womöglich und der ORF zieht uns noch einmal 30 oder 40 oder 50 Millionen aus der Tasche, weil er noch einmal in Österreich veranstalten darf (muss).
Do, 03.07.2014, 22:42 | ORFprivatisierenNOW

JAAAA . . . bitte, die alte Bundeshymne, und in der ersten Reihe Frau H_H und Frau R_K, immobilisiert und dezent in ihren Sesseln fixiert . . . und dann Großaufnahme auf die beiden G'sichta!
Do, 03.07.2014, 12:25 | Giuseppe Svelato

weltweite Ausstrahlung bringt sicherlich Geld von anderen Fernsehanstalten und Firmen in ähnlicher Höhe, sonst wäre das ein Schmafu wie er im Buch steht. 2 Vorname der Concita? "Isma"...
Do, 03.07.2014, 12:41 | Elmar O.

Bei den 10 Mille ist das schon mit eingerechnet. Der Songcontest ist ja eine Gemeinschaftsveranstaltung der öffentlich-rechtlichen Sender, die zahlen nicht soviel
Do, 03.07.2014, 11:35 | Ponz

Die 25 Millionen sind nichts als ein hinterlistiges Raufdrücken des möglichen Kostenpreises, wie vor jeder Verhandlung auf einem Bazar. Die rechnen ja mit einer Kostenübernahme durch den Steuerzahler.
Do, 03.07.2014, 11:14 | Marcello

"Auch wenn sich die Tiroler derzeit für den Song Contest mächtig ins Zeug legen"...sind ja auch die Grünen in Stadt- UND Landesregierung...also hopp auf...
Do, 03.07.2014, 11:11 | Ophicus

Werbewert und Umwegrentabilität werden häufig zu hoch angesetzt. Oft werden auch gegenteilige Effekte ignoriert: Also z.B. Touristen die kommen würden, wenn sie nicht dem Spektakel ausweichen würden.
Do, 03.07.2014, 12:29 | Marcello

Das trifft völlig zu!



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