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Kurt Ceipek (Personal: Do, 11.05.2017, 21:59)
Totengräber erwarten Django – Was erwartet Armin Wolf?

Wer in den Tagen nach dem Rücktritt Reinhold Mitterlehners Diskussionen an Wirtshausstammtischen mitverfolgte oder mit Bekannten ein wenig politisierte, bekam nur ein Thema zu hören: Armin Wolfs Anmoderation zur ZiB2 am Dienstag, nach der Mitterlehner – Spitzname seit Jugendzeiten „Django“ – schon von den Totengräbern erwartet würde.

Armin Wolfs Entschuldigung in der ZiB2 am Tag des Rücktritts des Vizekanzlers fiel bestenfalls halbherzig aus, eher aber nur viertelherzig. Wolf versuchte dabei den wahrscheinlich größten ORF-Skandal der letzten Jahre zu verniedlichen. Wolf im O-Ton: „Als einen kleinen Punkt dabei hat er (Mitterlehner) auch die ZiB2 erwähnt.“

Ein kleiner Punkt?

Tatsächlich hatte Mitterlehner in seiner befreienden Abschiedsrede vor unzähligen Journalisten Armin Wolfs ZiB2-Anmoderation in den Vordergrund seiner Rücktrittsgründe gestellt. Das sei ein letzter verletzender Mosaikstein gewesen, nicht mehr politisch arbeiten zu wollen. Eine Aktion würde er aber gerne noch starten: Ein Volksbegehren für einen objektiven ORF. Mitterlehner dazu. „Ja, nicht sauer schauen, liebe Kollegen vom ORF, aber das ist mir ein Anliegen.“

Eine Reihe von ORF-Watch-Lesern wären über ein solches Begehren begeistert. Ein Anrufer meinte enthusiastisch: „Ein Volksbegehren zum Thema ORF unterschreibe ich sofort. Wann gibt es das endlich?“

Ob Wolf in seiner Anmoderation am Tag nach Djangos Totengräbern erbärmlich stotterte, weil er jetzt um seinen Job fürchten muss, lässt sich noch nicht sagen. Jedenfalls ist es zu hoffen, dass dieser menschenverachtende Umgang mit manchen Interview-Opfern nicht wieder ohne deutlich Folgen bleibt.

In den letzten Wochen hatten mit Wolf verbündete Journalisten noch gemeint, die Kritik am Interviewstil des „besten ORF-Interviewers“ (wie ihn Kanzler Kern bezeichnete) wäre ein Anschlag auf die Pressefreiheit. Gerne würde ich von diesen Leuten in den nächsten Tagen Kommentare zu Wolf lesen oder hören.

Dabei hatte sich die Kritik an Wolf nie gegen harte und konsequente Interviews gerichtet. Harte aber faire Interviews sind richtig und notwendig. Kritisiert werden die Versuche, den Interviewpartner zu demütigen und/oder ihn lächerlich machen zu wollen. Wobei das fast ausschließlich Interviewte aus der rechten Reichshälfte betraf. Interviewpartner, die Wolfs Ideologie zu Gesicht standen, wurden vielfach förmlich gehätschelt und durften endlos dahinschwadronieren, ohne dass Wolf ihnen ins Wort gefallen wäre.

Wer nun hofft, Armin Wolf würde demnächst vom ORF fristlos entlassen werden, dürfte wohl eine Enttäuschung erleben. Aber vielleicht kann sich Alexander Wrabetz nun gegen seinen Hauptwidersacher um die Macht im ORF durchsetzen und ihm eine eigene Politik-Sendung als Spielwiese überlassen. Titelvorschlag von ORF-Watch: „Wer mit dem Wolf tanzt.“ Ideale Sendezeit wäre irgendwann zwischen zwei und vier Uhr früh. Hardcore-Fans von Armin Wolf würden auch dann zusehen.

Sa, 13.05.2017, 12:40 | jaguar

nicht zu vergessen: Mitterlehner hat im ORF im Herbst 2015 in einer öst. Schicksalslage behauptet Öst. müßte wegen Genfer Konvention alle !!! Migranten aufnehmen und später VdB unterstützt...
Fr, 12.05.2017, 21:49 | Ich war es nicht

In der rot-grüner Anstalt stinkt klassisch der Fisch vom Kopf . Mir fehlt nur die Antwort auf die heißgeliebte Frage, wer „zu feige ist“ die Verantwortung zu übernehmen?
Fr, 12.05.2017, 18:50 | Super Male Vitality

Mitterlehner, der VdB-Fan, soll sich schleichen. Nicht schade um den Heini, wenn man bedenkt, was der Österreich mit seiner mitgetragenen Invasions-Politik eingebrockt hat. Danke Wolf, ausnahmsweise.
Fr, 12.05.2017, 13:03 | Günter Pollak

Falls nicht schon von der ÖVP eingeleitet, sollte das ORF Volksbegehren der Puls4 Sendung "Im Namen des Volkes" sein.
Fr, 12.05.2017, 13:07 | Günter Pollak

... Thema der Puls4 Sendung ...
Fr, 12.05.2017, 12:49 | wolfgang

Wolf könnte mit Kern eine Pizzeria eröffnen oder mit ihm ein herrliches Tanzpaar bei Dancing-Stars abgeben....
Fr, 12.05.2017, 11:45 | Erich

Aber nicht vergessen: auch Mitterlehner hat um wenige gut bezahlte Posten für die ÖVP den ORF immer weiter den Sozialisten überlassen. Den "Dank" dafür hat er jetzt u.a. vom Roten Wolf!
Fr, 12.05.2017, 12:45 | Mankovsky

Stimmt. Für ein paar Sendeminuten in den Landesstudios haben auch die LHs den ORF nie kritisiert.
Fr, 12.05.2017, 10:06 | Mons

Man wünscht sich einfach Journalisten, die journalistische Arbeit leisten und nicht Politik substituieren.
Lg
Fr, 12.05.2017, 09:59 | Der den Wolf pflanzt

Bobo Wolf wäre bei Okto oder bei einer Falter-TV-Gründung gut aufgehoben, wäre auch seine Zielgruppe.
Mein Titelvorschlag dazu: "Der Inquisitor" oder "Der erhobene Zeigefinger"
Fr, 12.05.2017, 06:51 | gert

Nach I Turnherrs und A Wolfs `Interviewstil` sollte doch jedermann erkennen, dass der ORF ein roter Haufen ist
Fr, 12.05.2017, 06:35 | Mir ist ein Rätsel

warum solcherart Beleidigte nicht Hr Wolf mit 'dem A.....ins Gesicht' fahren. Ob das nur " vornehme Zurückhaltung" oder Feigheit ist? Wenn das öfter geschehen würde, wäre er SICHER zurückhaltender....
Fr, 12.05.2017, 06:28 | Rudolf

Armin Wolfs Fehlverhalten hat sich bis zu uns nach Estland durchgesprochen und für Diskussionen gesorgt.Respekt!
Fr, 12.05.2017, 05:07 | Freier Mensch

Den kompletten ORF zusperren,die Leute raushauen,neu anfangen !! Den Totengräbern Wrabetz,Wolf, Dittelbacher etc. ein lebenslängliches Berufsverbot in AUT , den kleinen Angestellten Geld u.ADIEU !!!
Fr, 12.05.2017, 01:58 | Querkopf

Vor ein paar Wochen hat ORF-Watch geschrieben „der Anfang vom Ende des Armin Wolf“ oder so ähnlich. Das hab ich nicht geglaubt. Jetzt glaub ich's schön langsam. Der ist untragbar für Gebührenzahler.
Do, 11.05.2017, 22:56 | Elfie Tumpach-Silberberger

Ich bin neugierig, in wievielen ZIB´s er es schafft, auch Sebastian Kurz zu vergraulen.... meiner Meinung nach sollte der ORF unparteiisch sein, und ein Herr Wolf ist das sicherlich nicht!
Fr, 12.05.2017, 00:06 | Bauernfeind

Kurz hat Armin Wolf noch jedes Mal blamiert, dass es ein Vergnügen war.
Do, 11.05.2017, 22:24 | Alternativer Terminvorschlag:

"Ideale Sendezeit wäre irgendwann zwischen zwei und vier Uhr früh" - nein, ideale Sendezeit für Wolf wäre zwischen drei Uhr und drei Uhr eins an jedem Montag, der auf einen Dienstag fällt, oder so.
Do, 11.05.2017, 22:03 | Hans Hatzinger

Ich hab den Wolf früher für einen guten Moderator und Interviewer gehalten, aber jetzt halte ich ihn überhaupt nicht mehr aus und viele meiner Freunde auch nicht. Er ist einer der Totengräber des ORF.
Fr, 12.05.2017, 01:42 | bereitsvergeben

Totengräber des ORF sind die Parteien, die sich dort einfach gegenseitig rausschmeißen müßten. Der Politik auf die Finger schauen, das wollen die Zwangsbeitragszahler.



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