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Werner Reichel (Ideologie: Mo, 28.05.2018, 12:36)
ORF-Publikumsbefragung als billiger Aktionismus

Der ORF hatte schon bessere Zeiten. Die sozialistische Schutzmantel-Madonna des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, die SPÖ, sitzt nicht mehr in der Regierung; und die braven Grünen, die den ORF stets hofiert haben, sind sogar aus dem Parlament geflogen. Und das trotz intensiver ORF-Propaganda für die beiden Links-Parteien. Pech gehabt. Mit Christian Kern haben SPÖ und ORF auf das falsche Pferd gesetzt, auf einen lahmen Gaul. Im ORF-Stiftungsrat ist die linke Mehrheit dahin und mit Norbert Steger hat ein Freiheitlicher den Vorsitz. Zumindest liegen die Medienagenden der Regierung bei Polit-Softie Gernot Blümel und nicht bei der FPÖ. Immerhin.

Doch nicht nur auf politischer Seite weht ein anderer Wind, auch bei seinem schrumpfenden Publikum tun sich für den einstigen Rundfunk-Platzhirsch immer mehr Fronten auf. Für die jungen und die migrantischen Österreicher ist der staatliche Rundfunkdinosaurier bereits mausetot, sie schauen YouTube, Netflix oder die Programme aus der fernen Heimat und kennen die beiden wichtigen ORF-Armins, Wolf und Assinger, bestenfalls vom Hörensagen. Früher hatten noch ORF-Experten den Österreichern die Welt erklärt, heute sind es zunehmend YouTuber oder islamische Prediger.

Der ORF hat für diese Zielgruppen den Coolnessfaktor eines Wunderbaums: miefig und unnötig. Versuche, neue, frische und junge Formate zu etablieren, scheitern seit vielen Jahren. Zuletzt wurden zwei groß angekündigte und beworbene Abendshows - „Zur Hölle damit“ und „Meine Mama kocht besser als deine“ - kurz nach dem Start wegen mieser Quoten ins Nachtprogramm verbannt. Und dann ist da noch die leidige Gebührendiskussion, die nicht und nicht abebben will. Immer weniger Österreicher sehen ein, warum sie den riesigen ORF aus eigener Tasche bezahlen sollen, obwohl sie ihn nicht brauchen, nicht wollen und auch auf die linke Propaganda gut verzichten können.

Weil die fürstlich entlohnten ORF-Mitarbeiter nicht wie ihre Kollegen im Geiste, die Kassenfunktionäre, enden wollen, geht der Rotfunk jetzt in die Offensive und startet die Aktion: „ORF für Sie – Was wünschen Sie vom ORF“. Natürlich geht es der Anstalt am Allerwertesten vorbei, was die Österreicher sich von ihr wünschen. Entscheidend war und ist für den ORF, was er sich von der Politik wünscht. Zudem weiß man ohnehin, was das (potentielle) Publikum gerne hätte und wenn nicht, so könnte man das mit einer großen Marktstudie schnell herausfinden. Nur auf repräsentative Erhebungen, nur auf validen Zahlen und auf belastbaren Daten kann man brauchbare Programmstrategien und sonstige Maßnahmen aufsetzen. Das weiß auch der ORF.

Den vermeintlich blöden Österreichern verkauft er seine „dreiwöchige On- und Off-Air-Aktion, in der die Zuseher/innen und Zuhörer/innen aktiv eingeladen werden, sich zu ihrem ORF zu äußern“ als innovatives Instrument, um sein Programm besser auf die Bedürfnisse und Interessen der Gebührenzahler abstimmen zu können.

Das ist natürlich Bullshit, eine billige Show, wo am Ende herauskommt: Die einen sagen so, die anderen so. Und alles bleibt beim Alten. Der ORF hätte schon unzählige Anlässe und Gelegenheiten gehabt, dazuzulernen und entsprechend zu reagieren. Man denke nur an das (Nicht)Berichterstattungsdesaster rund um die Geschehnisse in Köln zu Silvester 2015/16. Passiert ist nichts. Und nun sammelt man mit Hilfe eines alten VW-Lieferwagens und einer Telefonhotline Statements „der Österreicher“ ein, sucht sich die passenden raus und verkauft ein paar kosmetische Programmänderungen und Alibiaktionen als große Neuerung und neu entdeckte Publikumsnähe. ORF und SPÖ ähneln sich nicht nur ideologisch.

Man lenkt die Aufmerksamkeit auf für den ORF ungefährliche Nebenschauplätze, zerredet berechtigte Kritik so lange, bis nichts mehr von ihr übrigbleibt. Glaubt man ernsthaft, mit dieser Komödie irgendjemandem täuschen zu können? Glaubt der ORF, mit seiner lauen Aktion glaubhaft Reformen und einen Umdenkprozess vortäuschen zu können? Diese Zeiten sind vorbei. Die Menschen lassen sich nicht mehr mit symbolischen Aktionen, Sprechblasen und sinnlosem Marketinggeschwurbel an der Nase herumführen.

Das musste die SPÖ bereits im Herbst vergangenen Jahres erkennen. Der ORF muss diese Erfahrung offenbar selbst machen. Er kann sich nur retten, wenn er einen Paradigmenwechsel vollzieht, wenn er die Österreicher, die zu 60 Prozent ÖVP und FPÖ gewählt haben, tatsächlich ernst nimmt und endlich macht, wofür er Gebühren bekommt und wozu er gesetzlich verpflichtet ist. Doch seine Rolle als sozialistischer Missionar, als linker Welterklärer, als politisch korrekter Moralapostel und als antikapitalistisches Bollwerk will der ORF auch in Zukunft spielen. Den meisten Österreichern geht es hingegen um unabhängigen und kritischen Journalismus.

Und dazu braucht es keinen Peter Resetarits, der bedeutungsschwer in die Kamera schaut und für diese seltsame ORF-für-Sie-Show wirbt, dazu braucht es keine hippen VW-Bus, der durch Österreich tingelt, dazu braucht es nur das Einsehen und den Willen der ORF-Mitarbeiter.

Di, 29.05.2018, 16:02 | Erich von Schwediken

Wenn diese Regierung, wie gemunkelt wird, die Gebühren zwar abschaffen, den ORF aber ersatzweise aus dem Budget finanzieren will, dann müsste ich als Abgemeldeter wieder über die Steuern blechen.
Mo, 28.05.2018, 22:37 | Anam57

Diese "Scheinbefragung" kann sich der ORF sparen. Der "Lückensender"verschweigt das ORF-Volksbegehren komplett und die Österreicher
machen so wenig Gebrauch gegen Zwangsgebühren zu unterschreiben!!
Di, 29.05.2018, 09:30 | Die Empörung

Nachdem auch viele Printmedien über ORF-Werbung von der GIS profitieren, woher sollten es die Leute wissen? Das hat längst mafiöse Strukturen.
Di, 29.05.2018, 12:26 | golan boris

Kunde ist angeblich König,und wer zahlt,der schafft an,nun,davon ist weit u.breit nix zu sehen.Und,hat der Kunde,(wie überall möglich) das Recht auf REKLAMATION?
Mo, 28.05.2018, 22:36 | Nimbsch v. Strehlenau

Also das Wetterpanorama ist perfekt gemacht. Unbestechliche Kameras, keine Nebelgranaten ,nur bei Nebel. Kommentare perfekt , Regie in Ordnung.
Kommt an amerikanische Serien ran.
Mo, 28.05.2018, 19:22 | „ORF für Sie – Was wünschen Sie vom ORF“ - danke für die Frage

und hier die Antwort darauf:
ich wünsche mir ein sofortiges (!!!) Ende der Zwangsgebühren für diesen durch und durch linxmarxistischen Belangsender der aufdringlichen Art. Der ORF hat sich überlebt.
Di, 29.05.2018, 08:58 | Ostwind

so ist es!! ...und so einfach wäre es!!

Ende der Zwangsgebühren SOFORT!
Mo, 28.05.2018, 18:49 | Marand Josef

Samma si ehrlich! Den ORF braucht kein Schwein. Wer ihn trotzdem empfangen möchte, sollte halt dafür blechen.
Aber bitte keine Zwangsgebühr mehr!
Ich will Wolf u. Co nicht finanzieren, keinen Cent!
Mo, 28.05.2018, 17:31 | wernmannfayer

Jaja lieber ORF und SPÖ. Ihr habt keine Wähler oder Zuseher von morgen ins Land geholt sondern Staatsfeinde jeder zivilisierten Gesellschaft. Die Österreicher sch.. auf euch und die Goldstücke ebenso
Mo, 28.05.2018, 16:43 | István Pannon

„ORF für Sie – Was wünschen Sie vom ORF“

Mein Wunsch, die einvernehmliche Trennung, kein Zwang mehr zur GIS-Gebühr, nur noch freiwillige Teilnahme, wenn überhaupt.

PS: verzichte auf Vorstadtweiber!
Mo, 28.05.2018, 16:11 | kamamur

Solange ein PolitSoftie und eine aufgeweichte F darüber nur sinnieren geschieht nichts. Sie werden bloß aufgeschreckt gackern, wenn ihnen der Boden durch den Wähler entzogen wird.
Mo, 28.05.2018, 17:12 | Die Empörung

... weils die Wähler ja fast gravitatorisch Richtung Glaskinnprinzessin zieht.
Di, 29.05.2018, 17:57 | @ Die Empörung:

gestatten, Durchlaucht, aber die Wähler werden vom Glaskinn nicht angezogen, sondern regelrecht abgestoßen. Der Herr mit dem Glaskinn kann tun was er will - es wird falsch sein. Gratulation, SPÖ.
Di, 29.05.2018, 19:31 | Freier Mensch

@@Die Empörung:dies brillante Medienauftreten hat d.genannte Prinzessin wohl ihrem 22 Sem.dauernden Studium d.Publizistik zu verdanken.Er ist ein Salonsozi im Stile Vranitzkys,des wahren Zerstörers !
Di, 29.05.2018, 20:11 | @ Freier Mensch: Den Vranz und die Glaskinn-Christl ...

..... kann man nicht in einem Atemzug nennen. Wirklich nicht.
Nur: die Christl weiss das als einziger noch nicht!
Mo, 28.05.2018, 15:21 | Die Empörung

"Was wünschen Sie vom ORF"? Da fällt mir doch die linke Socke Lukas ein "Geh einfach sterben".
Mo, 28.05.2018, 16:24 | Sehr Empörter

Gute Idee vom Lukas. Der muss es schließlich wissen. Mit dieser Forderung kriegen wir eine Mehrheit zustande. Hoch das Fausterl, Freindschoft!
Di, 29.05.2018, 18:01 | Dieses "Geh einfach sterben!" wird als besonders mieses . . . .

. . . . Posting in die Chronik (der an Miesem reichen) Löwelstrasse eingehen.
"Geh einfach sterben!" - sowas muss einem erst einmal einfallen! Das kann wirklich nicht jeder!
Mo, 28.05.2018, 15:15 | jagoda

Nur der Geldfaktor wird den ORF aushebeln,
nicht die ideolog.Überlegungen.
Es wird lange dauern bis die Bevölkerung wieder irgendein
"Vertrauen" zu einem Medium aufbaut.Versteckte thinktanks lauern.
Mo, 28.05.2018, 15:18 | Freier Mensch

Sie haben vollkommen recht.Es ist unabsehbar,welchen Schaden der ORF u.ALLE seine Mitarbeiter volkswirtschaftlich u.gesellschaftspolitisch angerichtet haben.Vertrauen weg.Naziallüren aktiviert.GRAUEN!
Mo, 28.05.2018, 14:59 | golan boris

Was ORF betrifft wurde schon alles gesagt.Was dort abgeht wissen auch mittlerweile alle.
Mo, 28.05.2018, 14:58 | Sandwalk

Aus der Netflix -Serie "Narcos": "Verlust von Macht und Einfluss geschehen eine Zeitlang schleichend, doch dann geht plötzlich alles sehr schnell". Der ORF ist ziemlich am Ende.
Mo, 28.05.2018, 14:24 | Der ORF hatte seine Chance, nein, er hatte unzählige Chancen -

- und hat sie nicht genützt. Mia san mia, ihr kennst eich brausen! Das war über dutzende Jahre die Maxime.
Der ORF gehört abgeschafft, in die Latrine der Rundfunkgeschichte gekippt, und Schluss!
Mo, 28.05.2018, 14:10 | Freier Mensch

ZUSPERREN den Laden !!Die Rädelsführer VERKLAGEN !Die kassierenden Mit(läufer)arbeiter RAUSWERFEN !Berufsverbot für ALLE ORFler! Die Frequenzen VERKAUFEN !TODESSTRAFE f.div.Delikte wiedereinführen !
Mo, 28.05.2018, 14:00 | H.Rieser

Macht aus dem Rotfunk ein PayTV! Wer linke Propaganda hören oder sehen will soll selbst dafür bezahlen! Oder schreibt Strafen für ORF-Mitarbeiter ins Gesetz um objektiven Journalismus zu erzwingen.
Mo, 28.05.2018, 15:27 | Die Empörung

Da liegt der Has im Pfeffer. Die wesentlichste Eigenschaft der linken Ideologie ist, dass sie anderen, also Nichtlinken aufgezwungen wird. Deshalb auch Umerziehungs- und Arbeitslager für Verweigerer.
Di, 29.05.2018, 12:57 | Anti-AntiFant

Und die 100 Millionen Morde, die Todeslager, der Terror und der Rassismus der Linken dürfen nie vergessen werden!
Di, 29.05.2018, 15:41 | Die Empörung

@Anti-AntiFant, das Gedächtnis der Sozis ist ein kurzes, wenns um die eigenen Erbsünden geht.
Mo, 28.05.2018, 13:47 | Franz7788

Mir kommt vor, dem Resetarits-Clan gehört der ORF. Der singende Nichtskönner und Kommunist "Ostbahn" nach seinem 5. Comeback, der unlustige - ehemalige Kottan - oder der Inquisitor Peter.
Mo, 28.05.2018, 13:34 | Ingrid B.

Fernsehtipp zum Thema:Der Wegscheider auf Servus TV vom Samstag!



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