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Werner Reichel (Ideologie: So, 03.11.2019, 16:19)
Ein Mode-Trend, der nichts mit dem Islam zu hat

Es gab Zeiten, da lagen die Damen mit nacktem Busen am Beckenrand oder Strand. Das ist lange her. Mittlerweile ist es nicht mehr ratsam, in einem öffentlichen Freibad oder am Schotterteich oben ohne herumzuspazieren. Die Gefahr ist groß, von selbsternannten islamischen Sittenwächtern oder Jungmachos angepöbelt, belästigt oder sonst wie attackiert zu werden. Da helfen auch keine Securities, die mittlerweile in vielen öffentlichen Badestätten stationiert worden sind. Man sonnt sich deshalb wieder mit Oberteil oder Badeanzug. Noch. Der Burkini oder das Baden in Straßenkleidung wird auch in unseren Breiten immer populärer. Nicht nur im Freibad geht die Entwicklung in Richtung Verhüllung.

Zuviel Bein, Haut oder Haar zeigen, ist out. Das berichtet der ORF unter der Überschrift „Sittsam statt sexy auf Siegeszug“ auf seiner ORF.at-Startseite. Der ORF verkauft uns das als ganz gewöhnlichen Modetrend, so, als ob es sich um Blumenmuster oder Glockenhosen handeln würde.

In dem ganzen Artikel wird mit keinem Wort der Islam und seine Bekleidungsvorschriften erwähnt. Dieser neue Fashion-Trend hat offenbar nichts damit zu tun, dass die Zahl der Muslime im Westen rasant ansteigt und sie zunehmend die Gesamtgesellschaft mit ihren Vorschriften, Regeln, Traditionen und Forderungen beeinflussen.

Nur einmal werden in dem ORF-Artikel ganz allgemein „religiöse Gründe“ erwähnt, die aber ohnehin kaum eine oder gar keine Rolle spielen: „Der Begriff ‚Modest Fashion‘ fällt häufig in Zusammenhang mit religiösen Hintergründen. Unsere Daten offenbaren jedoch ein anderes Bild, sagte Eva Lindner, Marketingchefin von Lyst in Deutschland, über den Bericht. ‚Auch fernab von religiösen Vorgaben gewinnt die weniger freizügige Ästhetik an Beliebtheit‘, hieß es vor einiger Zeit auch in der ‚Vogue‘“.

Dann ist es ja gut. Schließlich haben uns linke Politiker und der ORF lange genug eingeredet, dass eine Islamisierung Europas nicht stattfindet und nur eine Erfindung rechter Hetzer und Paranoiker sei. Dass man in Wien und andern europäischen Metropolen immer mehr Frauen mit Kopftüchern sieht, ist nur ein Fashion-Trend.

Es ist jetzt ganz einfach „nicht die Zeit für supersexy Mode“, schreibt der ORF. So wie auch in Afghanistan oder Saudi-Arabien. Dort hält dieser Modetrend schon ziemlich lange an und ist dermaßen populär, dass man dort praktisch nichts mehr anderes sieht. Ob bei uns die Zeit für „supersexy“ Mode in diesem Jahrhundert noch einmal wiederkommt?

Wahrscheinlicher ist, dass uns der ORF auch das Tragen von Burka, Niqab oder Hidschab als coolen, neuen Mode-Trend verkaufen wird, der rein gar nichts mit dem Islam zu tun hat. Dann ist auch Alexander van der Bellen glücklich. So etwas ziehen schließlich emanzipierte, starke Frauen freiwillig an, wie uns Islam-Lobbyisten, Feministinnen und ORF gerne und oft erzählen.

Wenn eine Frau bei einem Begräbnis krankenhausreif geprügelt wird, nur weil sie kein Kopftuch trägt, so geschehen vor wenigen Tagen nicht in Islamabad, sondern Kottingbrunn, dann berichtet der ORF ganz einfach nicht darüber. Vermutlich waren die Trauergäste lediglich temperamentvolle Anhänger des Modest-Fashion-Trends.

Der ORF kann sich schließlich nicht um alles kümmern. Während er heldenhaft und Tag für Tag gegen tote Diktatoren und die Machtergreifung der allgegenwärtigen Rechtsextremen in Österreich kämpft, ignoriert er die Ausbreitung und den Aufstieg des politischen Islams und die Islamisierung unserer Gesellschaft so gut er kann.

Die Alt-68er und Linken in Politik und Medien, die einst für die sexuelle Revolution gekämpft haben, sind nun die Wegbereiter des Islamismus. Was für eine Karriere.