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Werner Reichel (Ideologie: Mi, 12.08.2020, 17:00)
Commerzial-Bank: Ein fast alltäglicher Skandal

Der burgenländische Commerzialbank-Skandal wird zu einem Problem für die ohnehin angeschlagene SPÖ und ihre aktuelle Zukunftshoffnung Hans Peter Doskozil. Bisherige von SPÖ, ORF und anderen Medien-Genossen gestartete Versuche, die SPÖ auf dem nach aktuellem Stand 700-Millionen-Euro-Desaster rauszuhalten, sind nur teilweise gelungen, weil Bankdirektor Martin Pucher im roten Burgenland bestens vernetzt war. Es gab zahlreiche Verbindungen zur roten Landesregierung.

SPÖ-Landesrat Christian Illedits musste bereits das Handtuch werfen, weil er Gold im Wert von über 5000 Euro vom SV Mattersburg angenommen hat. Präsident und Hauptsponsor des Fußballvereins war Bankdirektor Pucher. Auch der Heimatverein von Illedits, der ASV Draßburg, wurde von der Commerzialbank großzügig gesponsert.

Da es im ORF keine SPÖ-Skandale bzw. Skandale im Umfeld der Genossen geben darf und es bei einer Dimension von mittlerweile annähernd einer Milliarde Euro Schaden die Geschichte einfach zu groß ist, um sie medial, so wie viele andere SPÖ-Skandale zuvor, einfach versanden zu lassen, wendet der Linksfunk eine bewährte Taktik an, die dem Selbstverständnis der Sozialisten entspringt: Der Linke ist niemals schuld. Auch nicht, wenn er wie in der UdSSR, Kuba, Kambodscha oder aktuell in Venezuela große Not und viel Leid verursacht.

Verantwortlich sind immer die anderen. Der politische Gegner, der Klassenfeind, Donald Trump, die Gesellschaft, der Kapitalismus, die Rechten, die Umstände. Um Ausreden ist der Linke nie verlegen. Vor allem nicht, wenn er beim staatlichen Linksfunk arbeitet.

Deshalb bastelt man beim ORF nun an einem Burgenland-Spin, um die Genossen in Eisenstadt aus dem Gröbsten rauszuhalten. Das geht nicht von heute auf morgen, das braucht viele ZiBs, Beiträge, Meldungen und Experteninterviews bis man das halbwegs für die SPÖ geradebiegt. Beim ebenfalls Hunderte Millionen schweren KH-Nord-Skandal hat der ORF das bravourös hinbekommen. Am Ende das roten Krankenhaus-Desasters hat der ORF es seinen Gebührenzahlern sogar als Erfolg der SPÖ verkauft.

Das sollte bei den Burgenländern auch gelingen. Heute darf Ö1 einen kleinen Beitrag dazu leisten. Das Mittagsjournal sendet einen Bericht über das Versagen „der“ Aufsichtsräte, nicht des Aufsichtsrats der Commerzial-Bank. Die Ö1-Sprecherin leitet den Beitrag unverbindlich ein: „Wer dieser Tage im Internet unter den Begriffen ‚Aufsichtsrat‘ und ‚Versagen‘ sucht, der findet reichlich Lesestoff. In der Ergebnisliste finden sich zahlreiche Namen von Kapitalgesellschaften aus dem In- und Ausland.“

Da ich vor dem Computer sitze, gebe ich, wie von Ö1 vorgeschlagen, „Aufsichtsrat“ und „Versagen“ in Google ein: Nun ja, bereits das dritte Suchergebnis stammt aus dem Jahr 2014, die nächsten beiden aus dem Jahr 2015. Unter reichlich Lesestoff stelle ich mir etwas anderes vor.

Der Schmäh dahinter ist simpel: Man versucht aus einem 700-Millionen-Skandal, der sich nach bisherigen Informationen zumindest im weiteren Umfeld der SPÖ abgespielt hat, quasi einen mehr oder weniger gewöhnliche Vorgang zu machen, der sich immer wieder und überall auf der Welt so ereignet.

Es handelt sich in erster Linie um ein strukturelles Problem, weniger um einen Skandal, für den bestimmte Personen aus einem bestimmten Umfeld verantwortlich sind. Diese Sichtweise hat der ORF ausschließlich bei Skandalen im Dunstkreis dr Linken, bei allen anderen sind es selbstredend die handelnden Personen, ihr politischer Background und ihr Umfeld, die im Zentrum der Betrachtung stehen.

Dass der Aufsichtsrat der Commerzialbank, in dem verschiedenste Couleurs vertreten sind, von den Malversationen nichts mitbekommen hat, liegt also weniger an den konkreten Personen als an dem Gremium an sich.

Deshalb ist es auch nicht so wichtig und notwendig, sich mit ausgerechnet diesem Skandal intensiver auseinanderzusetzen, als vielmehr mit den Aufsichtsräten, Vorständen, dem Bankwesen und dem Kapitalismus, also dem großen Ganzen.

Es ist auffällig, wie viel Eifer und Elan ORF, Falter und Co. entwickeln, wenn es auch nur den leisteten Verdacht eines FPÖ-Skandals gibt - man denke etwa an das völlig legale Gold-Depot der FPÖ in Osttirol - und wie desinteressiert unsere selbsternannten linken Aufdecker und Investigativ-Journalisten sind, wenn es um echte, Hunderte Millionen schwere Skandale im linken Milieu geht.

Es sind jedenfalls noch viele Berichte, Meldungen und Nachrichtensendungen im ORF notwendig, um dem Commerzial-Bank-Skandal den richtigen Spin zu geben und die SPÖ, soweit es geht, gut dastehen zu lassen. Es gibt schließlich nicht nur im Burgenland linke Netzwerke.

Fr, 14.08.2020, 10:17 | Wer spricht heute noch von Elsner, Zwettler, Verzetnitsch ...

Bei roter Skandal-Bank wird bald wieder das große Schweigen herrschen, die Verbrecher tauchen unter. Der Anwalt stellt den Betrüger Pucher als Robin Hood, Helfer der Armen dar. Schuld ist niemand?
Do, 13.08.2020, 11:38 | Nativ

Dosko hat es sich wunderbar im burgenländischen roten Politschweinestall bequem gemacht. Seit Kery eifert diese linxxe Drecksblase den Wiener Linxxkriminellen nach, um zumindest Augenhöhe zu erreichen
Do, 13.08.2020, 15:57 | wernmannfayer

Ja die SPÖ ist voll von einfachen u. ehrlichen Bürgern.
Da wäre die St. Tropez Urlauberin, der Porschefahrer mit Gewehr am Rücksitz und der in eine Bankenpleite berwickelte burgenländische Kieberer
Do, 13.08.2020, 15:58 | wernmannfayer

"verwickelte" natürlich
Do, 13.08.2020, 10:06 | njr

Opposition: nicht vorhanden...beim zwangsgebuehrenfunk zeigt man keinen genierer mehr...wer soll ihnen auch Einhalt gebieten? Kurz? Hahahahahahaha....:)))
Do, 13.08.2020, 09:48 | Linke Banken

Der Sozi hatte die Idee, sich eine Bank zuzulegen, weil dort ist das Geld, das man sich ja nehmen kann... die wievielte Bank ist das nun, die von Sozis schon ruiniert wurde? BA, Bawag, PSK, Bank Burge
Do, 13.08.2020, 08:55 | sokrates9

Interessanterweise noch kein Wort von Parteispenden gelesen!!Wie hoch ist der Ibizaschaden, wie hoch der Schaden der Bank? We kommt da zum " Handkuss?"
Do, 13.08.2020, 09:36 | wernmannfayer

Der Ibiza Schaden ist leider enorm weil Kurz ohne Not die Regierung gesprengt hat und wir jetzt mit Türkisgrün leben müssen.
Ergebnis zig Arbeitslose und Betriebspleiten wegen überzogener Maßnahmen
Do, 13.08.2020, 08:03 | wernmannfayer

Jetzt liegt es an der Opposition diese Verharmlosungs- u. Vertuschungsversuche nicht zuzulassen. Neben dem Grünrotfunk gibt es ja noch andere TV-Sender und vor allem die social Media Plattformen.
Do, 13.08.2020, 08:11 | Anti-AntiFant

Die Masse der Journalisten wird den Teufel tun ..

nzz.ch/international/das-herz-des-deutschen-journalisten-schlaegt-links-ld.1434890?reduced=true
Mi, 12.08.2020, 21:27 | Den ÖVP Aufsichtsrat nicht vergessen!

Die ÖVP/Türkisen haben immer wenn irgendwo Geld verschwindet ihre Finger im Spiel.
Do, 13.08.2020, 07:18 | Ja ja...

...haltet den Dieb! Schon klar, Genosse...
Do, 13.08.2020, 08:02 | Karli Kraus

...wenn Geld verschwindet:
Konsum, BAWAG, AKH, KH Nord nur um ein paar Erinnerungshilfen für die SPÖ Fans zu benennen!
Do, 13.08.2020, 08:07 | wernmannfayer

und wie erklären sie sich die versuchte Behebung von 1,2 Mio aufgrund von Insiderwissen?
Die SPÖ steckt ganz tief in dem Sumpf.
Die FPÖ könnte da Vollgas geben aber mit dem Hofer wird das leider nix.
Do, 13.08.2020, 09:21 | Niklas G. Salm

Also ich bin mir ziemlich sicher, dass neben der SPÖ auch die Türkisen ihre Finger im Spiel hatten - saßen ja einige im Aufsichtsrat. Rote sowieso. Aber die Türkisen sind ja mittlerweile sakrosankt...
Do, 13.08.2020, 09:38 | wernmannfayer

Grundsätzlich haben sie recht aber wer saß in dem Aufsichtsrat?
Ob diese ahnungslosen Gewerbetreibenden tatsächlich eine Mitschuld tragen wird sich noch herausstellen.
Mi, 12.08.2020, 20:41 | Wahrheit: Ich hoffe dass Herr Reichel eines Tages ...

nach der Wiederherstellung unserer Republik ausreichend Schmerzensgeld für diese Ö1-Recherchen beantragen kann, ich würde freiwillig Waterboarding wählen bevor ich diesen Propagandasender hören müsste
Mi, 12.08.2020, 20:23 | jagoda

Von wegen angeschlagen,der Doskozil kann sich eine Impfpflicht vorstellen.Oder war das nur ein Ablenkungsmanöver,vomORF vorgeschlagen?
Mi, 12.08.2020, 19:10 | Eigenartigerweise kommen keine Hinweise auf die Hypo Alpe Adria

Ich gehe davon aus, dass mich meine Erinnerung nicht trügt und im Endeffekt, nachdem Hr. Pröll ja die Bank zurückgekauft hat, trotzdem nicht mehr als ein Verlust von 30 Millionen herausgekommen ist.
Mi, 12.08.2020, 19:01 | boris

Sozialisten sitzen an der Macht,und der böse
Kapitalist ist schuld.
Mi, 12.08.2020, 18:10 | Leider ist ein Teil unserer Mitbürger durch die jahrzehntelange

Sozi-Propaganda so verblödet, dass sie sogar so offensichtliche Schweinereien der Roten wie das KH Nord oder diese Commerzialbank (oder wie die heißt) nicht als bodenlose rote Sauereien erkennt.
Do, 13.08.2020, 09:06 | wernmannfayer

Richtig denn anders sind die 40% Umfragewert für Ludwig nicht zu erklären. Der war beim KH-Nord Bau amtierender Baustadtrat u. kommt anscheinend völlig ungeschoren davon.
Mi, 12.08.2020, 18:02 | Haspinger

Es fehlt halt ein Innenminister Kickl ...
...und die VP schnarcht wie immer ...
Mi, 12.08.2020, 20:31 | antony

Ob da nicht auch die Schwarzen mit drinnen stecken...?
Siehe Historie d. Bank!?
Mi, 12.08.2020, 17:34 | Mankovsky

Schön, hier diese Manipulationen aufzuzeigen. Aber: Schläft der politische Gegner? Die Ausrede, der ORF bringt dessen Stellungnahmen nicht, gilt nur bedingt. Man müsste halt kräftig genug hinlangen.
Do, 13.08.2020, 12:06 | solar

Aufdeckungen der FPÖ werden einfach ignoriert.
So deckte FPÖ Mühwerth mittels OTS - Meldung SPÖ Schennach auf, der sich einer Nazi-Diktion bediente.Kein einziger(!) Artikel dazu in der Lückenpresse.



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