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Kurt Ceipek (ORF2 So, 08.03.2015, 11:05)
Pressestunde

„Die Neue Mittelschule ist ein pädagogisch wirklich gutes Konzept.“

Also sprach Gabriele Heinisch-Hosek, die Ministerin für Unterricht und Frauen, die in der sonntäglichen Presse zu Gast war, ganz offensichtlich beseelt von dem Wunsch, ihr ministerielles Multi-Versagen auf gesund und schön zu schminken. „Die Neue Mittelschule funktioniert recht gut“, wiederholte Heinisch-Hosek mehrmals und widersprach der massiven Kritik von fast allen Seiten, die auf sie und ihr Ministerium seit Monaten niederprasselt. Auf den schüchternen Einwand von Interviewer Harald Jungreuthmayer, dass man angesichts der hohen Kosten und der kaum vorhandenen Verbesserungen doch nicht von gutem Funktionieren sprechen könne, meinte die Ministerin, viele positive Entwicklungen könne man nicht messen.

Auch die mit der Zentralmatura befassten Abteilungen des Unterrichtsministerium und das Bildungsforschungsinstitut arbeiten sehr gut zusammen, spendete die Ministerin sich selbst großes Lob, um in gewundener Formulierung zu gestehen: „Es ist mitunter zu nicht so tollen Kommunikationsstrategien gekommen.“ Aber es werde alles gut laufen, meinte Heinisch-Hosek, deren Unsicherheit nicht zu übersehen war. „Diese Matura wird gut über die Bühne gehen.“

Maturanten, Eltern und Lehrer haben allen Grund, sich angesichts von so viel Realitätsverweigerung vor den bevorstehenden Reifeprüfungen zu fürchten.

Die Interviewer Annette Gantner von den Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN) und Harald Jungreuthmayer (ORF) fassten die angeschlagene Politikerin mit Glacé-Handschuhen an.

Die Frage, ob sie denn angesichts ihres offensichtlichen Versagens nicht zurücktreten sollte, war dennoch nicht zu vermeiden. Sie könnte doch sagen „mir reicht’s“ umschrieb Jungreuthmayer den Rücktritt nobel. Heinisch-Hosek dazu: „Ich denke gar nicht daran, so einen Gedanken zu fassen, weil ich euphorisch bin und mich darauf freue, das Schulsystem drehen zu können.“ Sie sei voller Tatendrang.

Ein großer Teil der wenigen Zuseher der Pressestunde wird das als gefährliche Drohung aufgefasst haben.

Fr, 13.03.2015, 17:50 | antony

Und tagtäglich die armen Asylanten,tagtäglich Mord u.schwerste Kriminalfälle, tagtäglich Genderwahn;die tägl. Indoktrination-Bildungsauftrag des öffentlich rechtlichen? Normalität eben schon t
Mo, 09.03.2015, 16:09 | Ingrid B.

Also ich hab von ihr wieder ein Wort gelernt, das weder der Duden noch das österreichische Wörterbuch kennt: VERBUNDLICHUNG
Ist doch gut, wenn die Bildungsministerin neue Worte erfindet.........
Mo, 09.03.2015, 14:08 | Rupert H.

Es ist klar, dass Heinisch-Hosek auf Frauenquoten drängt. Nur aufgrund ihrer Fähigkeiten hätte sie nie im Leben einen Ministerposten bekommen. Eine echte katastrophale Quoten-Frau.
Mo, 09.03.2015, 08:53 | Schwarzer Panther

Eine der unnötigsten & überflüssigsten Pressestunden die es je gab! Eine gescheiterte Politikerin versuchte sich zu rechtfertigen.
Mo, 09.03.2015, 14:11 | Adriano

Diese Pressestunde war für Leute mit Humor doch höchst unterhaltsam. So viel Realitätsverweigerung, das war fast wie im Kabarett. Vielleicht sogar noch lustiger.
So, 08.03.2015, 23:07 | Herbert Manninger

Wäre ein Trost für Schülerinnen:
Wennst nix kannst, Ministerin kannst immer noch werden.
So, 08.03.2015, 22:34 | gerard

Ein klarer Fall von Wahn, wie jeder Psychiater feststellen könnte. Die wichtigsten Kriterien des Wahns sind: IRREAL und UNKORRIGIERBAR. Und so wer ist Minister_/inInn.
So, 08.03.2015, 20:23 | Phaeton

Die "Frau" Ist krank, wenn die SPÖ abgewählt ist, wird sie immer noch schreien; "ich bleib Ministerin, weil ich bin so gut und toll!"
So, 08.03.2015, 21:20 | Karli Kraus

Ihre Vorgängerin Schmied ist ja auch mit"Grandezza" gegangen! (und "lehrt" jetzt an der Uni Innsbruck).
Di, 10.03.2015, 16:22 | gerard

- wirklich? die armen Studenten. Pardon, Stud/In_Irend>Innen natürlich.
So, 08.03.2015, 20:13 | Ophicus

Es stellt sich die Frage wozu wir Geld für eine Evaluation ausgegeben haben, wenn sich die Entwicklungen eh nicht messen lassen.
Und woher Sie dann wissen kann, dass es gut läuft...
So, 08.03.2015, 19:49 | Francesco Huber

Noch kein Irrer hat jemals sein Unrecht erkannt.



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