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Werner Reichel (ORF2 So, 03.07.2016, 22:00)
IM ZENTRUM

Jeden Sonntagabend diskutieren auf ORF2 überwiegend politisch linksstehende Gäste über ein aktuelles Thema. Das ist im Wesentlichen das Konzept von „Im Zentrum“.  Wenn die Regierung die dringende Hilfe des Staatsfunkes benötigt, dann ist man am Küniglberg aber flexibel und stets bereit. So geschehen im März dieses Jahres.  Als Bundeskanzler Werner Faymann das Wasser bereits bis zum Hals gestanden ist, funktionierte der ORF kurzerhand sein Diskussionsformat um und ließ den Kanzler ohne lästige Gäste im Stile des nordkoreanischen Fernsehens von Ingrid Thurnher interviewen. Genutzt hat Faymann dieser Freundschaftsdienst freilich nichts mehr.

Jetzt war es wieder einmal soweit. Statt sich einer Diskussion stellen zu müssen, durften der neue Bundeskanzler und sein Vize ihren „New Deal“ im Staatsfernsehen präsentieren. Regierungs-Teleshopping im ORF mit Ingrid Thurnher als brave Stichwortgeberin.  Die Opposition – sogar die linksgrüne – musste draußen bleiben.  Das hat zwar die beiden Herrn Kern und Mitterlehner erfreut, für die Zuseher war es aber ein Ärgernis. Denn im Gegensatz zu den Gemüsehobelverkäufern auf QVC oder HS24 können weder Kern noch Mitterlehner ihre politischen Restposten besonders originell oder charismatisch anpreisen. Da hilft selbst die schleimigste Moderatorin nichts. 

Das sich duzende Duo („Reinhold...“) durfte etwa ohne jede Gegenstimme über den Brexit und über Referenden im Allgemeinen herziehen, frei nach dem Motto von Deutschlands Bundespräsidenten Joachim Gauck: „Die Eliten sind nicht das Problem – die Bevölkerungen sind das Problem“.  Auch beim Fernsehen ist das Publikum für die Eliten ein immer größeres Problem. Es kann nämlich ab- und umschalten, was es bei dieser elenden Sendung sicher in großer Zahl getan hat.

Do, 07.07.2016, 13:30 | edwige

Nur ausschnittsweise gesehen. Hab' schon gedacht, der Mitterlehner wäre auf Droge, weil er immer so verliebt dreingeschaut hat. Verliebt in Kern?
Di, 05.07.2016, 09:44 | antony

Aussage Kern:Wen er wohl meinte, wer durch diese EU enorm profitierte;die Wohlstands u.Glob.-Verlierer die immer mehr werden, oder die Hochfinanz und die Multi-Konzerne?! Sicher nicht die Versklavten!
Mo, 04.07.2016, 15:24 | wernmannfayer

Die Sendung gehört dringend von "Im Zentrum" auf "Im Delirium" umbenannt.
Mo, 04.07.2016, 14:12 | Herwig Mankovsky

Kern und Mitterlehner:
weicheiige Zwillinge.
Mo, 04.07.2016, 10:47 | Sandmännchen

Der "Django-Western" war im öffentlichen Rotfunk angekündigt : "3 Schlaftabletten auf dem Weg ins Altersheim" ! Und so ehrlich muss man sein : Die Darbietung entsprach genau dem, was angekündigt war !
Mo, 04.07.2016, 10:06 | Die Sendung ansehen

ist was für Masochisten.Da man einen Gallenstein nach dem anderen kriegt und akut schlaganfallgefährdet ist,sogar äusserst gesundheitsabträglich
Mo, 04.07.2016, 09:28 | Mein Name ist Hase - Falscher Hase

Zwangsgebührenfinanzierte Realsatire. Was da abging hätten unsere linken Kabarettisten auch nicht besser darstellen können. Zum Kopfschütteln und Heulen wie die uns für dumm verkaufen.
Mi, 06.07.2016, 11:43 | Treff Ass

Die Zwangsgebühren zu bekämpfen ist die einzige effiziente Möglichkeit den Parteifunk zu treffen. Wir müssen bestimmen können daß die Sender Geld bekomnen die wir ansehen.
Mo, 04.07.2016, 09:19 | Keyel Brandon

Das grenzt ja mittlerweile schon an Verhöhnung, diese lächerlichen und sogar für heute-Leser schon zu durchschauende Inszenierungen. Ein W-a-h-n-s-i-n-n!
Mo, 04.07.2016, 08:41 | Wasi Misl

Was mich nachdenklich stimmt ist der Umstand das anscheinend 50% der Bevölkerung diese Gehirn- Manipulation nicht mitbekommen und Künstler durch Wahlempfehlungen nur Stadtfest-Auftritte sichern, usw.
Mo, 04.07.2016, 07:55 | Julipost

Gegenseitiges Bauchpinseln, Propaganda in eigener Sache, wo man widerspruchslos über andere Politvorstellungen herziehen kann.

All dies in einer DISKUSSIONS-Sendung, wo Rede und Gegenrede das Prinzip
Mo, 04.07.2016, 07:31 | Ganz erstaunt!

Ich wusste gar nicht, dass der "O"RF auch als Aufbahrungsort für politisch (!!!!) Verwesende agiert?
Mo, 04.07.2016, 07:02 | Dr.Fischer

Richtig. Das Publikum ist das Problem. Vlt sollte man Zwangsfernsehen mit Kontrolle einführen.
Mo, 04.07.2016, 06:56 | Observer

Warum werden solche Sendungen nicht als "Werbung" besonders gekennzeichnet? Oder einen "Compliance Hinweis", dass dies zum "öffentlich-rechtlichen Auftrag" des ORF gehört?
Mo, 04.07.2016, 06:44 | Eduard Reburg

100% ZUSTIMMUNG
Mo, 04.07.2016, 04:40 | Keyel Brandon

Der Missbrauch einer Diskussionssendung als Politwerbesendung für 11% Parteien die man skuril noch als "große Koalition" bezeichnet passt zu den bananrepublikartigen Zuständen unserer Wahlen perfekt!
Mo, 04.07.2016, 04:43 | Keyel Brandon

Was in diesem Land von den desolaten Eliten abgezogen wird ist mit (freundlichen) Worten nicht mehr beschreibbar. Eine Tragödie dass 50%+ daran aber nichts ändern wollen. Es ist zum Verzweifeln.
Mo, 04.07.2016, 00:18 | orf steht für...

Die öffentlich-unrechtliche Linkquisition (Thurnher, Wolf etc.) schlägt halt nur bei den ihnen politisch unliebsamen "Gedankenverbrechern" zu.
Mo, 04.07.2016, 07:23 | Herwig Mankovsky

Ihre Wortwahl trifft es!
So, 03.07.2016, 23:38 | sokrates9

Turnherr hat heute kein einziges Mal unterbrochen! Woran das wohl liegen mag?
Positiv dass man das nicht als Werbesendung für die Regierung verkauft hat! So schlechte Werbesendungen gibt es gar nicht!



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