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Werner Reichel (ORF3 Do, 15.09.2016, 20:15)
ORF III Spezial

Nicht schon wieder. FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer wird eine Stunde lang von einem ORF-Journalisten interviewt. Was soll dabei schon herauskommen? Alles ist gesagt worden, x-fach. Doch die Sendung ist wirklich empfehlenswert. Kein Redakteur oder Rundfunkpraktikant hatte irgendwelche „originellen“  Regie-Einfälle. Hofer musste keine Gedichte aufsagen, nicht Kochen und auch bei keinen lächerlichen Ratespielchen mitmachen. Der Präsidentschaftskandidat im Gespräch mit Klaus Webhofer.  Mehr nicht. Mann gegen Mann. Oder besser: Gut gegen Böse, wie man dieses Interview wohl im ORF gesehen hat.

Einziger Störfaktor, die eingespielten Fragen von "ganz normalen Menschen von der Straße", die der ORF zuvor in seiner bekannt objektiven Art ausgewählt hat. Egal. Wirklich unterhaltsam ist die Sendung, weil sich Herr Webhofer, so ganz auf sich alleine gestellt, gleich mehrere Male furchtbar blamiert hat. Und zwar immer dann, wenn Hofer nachfragt, nachbohrt, Fakten und Belege zu den Fragen und Unterstellungen von Webhofer einfordert. Dabei entpuppen sich diese „kritischen“ Fragen oftmals als bloßes Nachplappern gängiger Vorurteile über die FPÖ. Spannend und unterhaltsam, wie Hofer die Wissenslücken von Webhofer immer wieder aufdeckt und wie er politisch-korrekte Stereotype – links=intelligent, rechts=blöd – demoliert. 

Die ziemlich plumpen Versuche den blauen Präsidentschaftskandidaten als gefährlichen Rechten vorzuführen und in Widersprüche zu verstricken, gehen praktisch immer nach hinten los. Irgendwann wird es Hofer, der sichtlich bemüht  ist, möglichst soft und staatsmännisch zu wirken, zu dumm. Er empfiehlt seinem Gegenüber, sich künftig auf Interviews besser vorzubereiten. Zu Recht. Denn mit Hintergrundwissen glänzt Webhofer nicht gerade: Aber beim ORF zählt eben die richtige politische Einstellung mehr als Kompetenz und Wissen.

Irritiert ist Webhofer auch, weil Hofer immer wieder Applaus bekommt, was für ORF-Journalisten, die linke Claqueure im Publikum gewohnt sind, offenbar ziemlich verstörend ist. Gleich zweimal weist Webhofer deshalb, wohl zu seiner eigenen Beruhigung, aufgeregt darauf hin, dass Hofer viele Fans mitgenommen habe. Nicht auszudenken, wenn das Publikum in der geschützen ORF-Werkstätte schlicht ein Abbild der Gesellschaft da draußen gewesen wäre!

Es kommt nicht oft vor, aber diese ORF-Sendung kann man nur wärmstens empfehlen.

Di, 20.09.2016, 09:47 | antr

Vielen Dank für den Hinweis! Diese Sendung ist wirklich sehenswert! Da hat der ORF sich wieder einmal ordentlich blamiert!
So, 18.09.2016, 22:49 | Tom Jericho

Ein schöner Kontrapunkt zur Hofberichterstattung zugunsten von VdB - durchgängig im ORF, aber auch im Kurier, sogar teilweise in der Presse: Hofer mit Start-Ziel-Sieg gegen den Rotfunk. Bravo!
So, 18.09.2016, 22:52 | Tom Jericho

Das Publikum war diesmal ausreichend "gesiebt" - aber vielleicht findet der ORF einfach nicht genug linke Bagasch mehr...
So, 18.09.2016, 22:53 | Tom Jericho

(sorry, Tippfehler ... sollte natürlich heißen "nicht ausreichend")
Sa, 17.09.2016, 23:33 | Konkursorf

Der Webhofer ist ein unsympathischer Appartschicklinker! Mehr ist da nicht dahinter...ORFler halt, der am Steuertopf hängt.
Sa, 17.09.2016, 19:37 | Ein journalistisches Waterloo für den Herrn Web...dings

Hofer war souverän!
Und dieser süffisante Journaillist, dessen Name ich bereits vergessen habe, war nicht etwa nur schlecht vorbereitet - er war einfach richtig unterirdisch. Naja, ORF-mäßig halt.
Sa, 17.09.2016, 17:16 | Gpetz

Der Versuch, Hr. Hofer mittels eines inkompetenten roten Apparatschiks aufs "Gkatteis" zu führen, war an Peinlichkeit nicht zu überbieten.
Sa, 17.09.2016, 15:37 | Sandwalk

Komisch. Diese Gutjournalisten merken nicht, wie sie ungewollt Hofer einen Stich nach dem anderen überlassen. Am Ende ruft Hofer 40! und dreht zu. ;-)
Sa, 17.09.2016, 09:43 | Wyatt

da scheint bei Auswahl der fragenden Passanten - trotz Regieanweisung - einiges danebengegangen zu sein.
Sa, 17.09.2016, 09:38 | Technikus

Um die Macht nicht zu verlieren, versucht der "ORF" uns zu manipulieren.
Sa, 17.09.2016, 09:03 | gert

Der Norbert war Weltklasse ! Nicht nur inhaltlich sehr sicher, mit gutem Gedächtnis voll da, er hat auch richtig zurückgegeben, wenn der Weberhofer zu weit gegangen ist. Und das ist er meistens !
Fr, 16.09.2016, 22:04 | sokrates9

Ein Lehrbeispiel welche Dilettanten hier Interviews führen! Ist wie Turnherr und Wolf die Beste Wahlwerbung für Hofer!!
Fr, 16.09.2016, 21:45 | Rudolf Schön

Norbert Hofer erteilte dem impertinent hasserfüllten Webhofer, der sich noch dazu inkompetent zeigte, eine Lektion, die für den Zuseher erfrischend war. Wirklich sehenswert.
Fr, 16.09.2016, 19:51 | Ingrid B.

super Analyse!
Super Hofer! Gut gekontert. Frage nach der Frauenquote: 1. Vize-kanzlerin war von der FPÖ. Allein daran sieht man,
dass der Moderator nur auf's ins rechte Eck rücken vorbereitet war.
Fr, 16.09.2016, 18:40 | joskle

Danke für den Kommentar! Ich habe nach 5 Minuten abgeschalten weil mir der inkompetente aber dafür um so arrogantere Moderator schon so auf den Geist ging. Super, dass Hofer ihn blosgestellt hat.
Sa, 17.09.2016, 18:55 | Wyatt

"joskle" Sie haben viel versäumt, - Hofers fundierte Aussagen - bis zum Schluss und die Erbärmlichkeit des feschen ORF-Moderators.
Fr, 16.09.2016, 18:21 | Jörg aus Graz

Vielen Dank für diese wunderbare Analyse. Wer Zweifel hat, kann das Gespräch mit Van der Bellen vergleichen. Herr Hofer hat sich standhaft verhalten und damit gezeigt: ein fähiger Bundespräsident
Fr, 16.09.2016, 14:54 | Schlauer Fuchs

Webhofer war dennoch besser als eine Thurnherr oder ein Wolf ;-) Zumindest eine willkommene Abwechslung wie Ich finde !
Sa, 17.09.2016, 00:53 | 57er

Deutlich besser. Als besserer Gegner bringt er auch Hofers Argumente in eine gelungenere Zusammenschau.
Sa, 17.09.2016, 14:33 | Senfspender

Finde ich auch, kein so aggressiver Wadelbeiser und er ist Hofer nur selten ins Wort gefallen, was ja beim ORF schon an ein Wunder grenzt.
So, 18.09.2016, 10:02 | Schlauer Wolf

Naja. Besser als eine Turnherr ist wirklich bald jemand.
Fr, 16.09.2016, 14:28 | Herwig Mankovsky

Webhofer sah verdammt peinlich aus.
Fr, 16.09.2016, 14:01 | Freier Mensch

..welch ein Mitläufer ! Unfairer Journalismus - eigentlich eines lebenslangen Berufsverbotes würdig !! Charakterlich jedoch zur linken Mischpoke passend - widerlich - aber genau auf Linie mit Sumpf !!
Fr, 16.09.2016, 13:54 | wernmannfayer

Die beste Antwort auf eine blöder Frage ist eine Gegenfrage. Sehr gut gemacht Herr Hofer. Meine Stimme ist ihnen sicher.
Fr, 16.09.2016, 13:42 | Feststellung

Ich habe es nicht geschafft, diesem Interview länger als 15 Min. zuzuhören. Ich MUSS Hofer fast bewundern. Diese Penetranz seitens dieser ORFJournalisten ist nicht mehr zu übertreffen..
Fr, 16.09.2016, 13:40 | Rudolf Willner

Die Körpersprache dieses Journalisten sprach Bände.......
Fr, 16.09.2016, 13:37 | The_real_truth

Ich empfand Hofer als äußerst kompetent und angenehm im Inhalt.
Webhofer hingegen als ziemlich peinlich und "ungebildet".
Ganz großes Kino waren die Aussagen, Hofer hätte sein Publikum mitgebracht :-)
So, 18.09.2016, 10:09 | Das "mitgebrachte Publikum" - wie der Schelm . . .

Das muss man verstehen. Normalerweise klatscht das "Publikum" (LOL) bei jeder Gehässigkeit gegen "rechts". Dieses Mal war es nur schadenfroh, wenn auf gemeine Fragen die passende Antwort gekommen ist.
Fr, 16.09.2016, 13:32 | mentalowoman

100%ige Zustimmung zu ihrer Analyse!!! Danke



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