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Werner Reichel (ORF2 Fr, 02.06.2017, 19:00)
Bundesland heute

Die Grünen hatten auch schon bessere Zeiten. Die Ökos taumeln von Krise zu Krise und die neue Spitzenfrau Ulrike Lunacek hat die politische Strahlkraft einer Energiesparlampe. Den Wiener GrünInnen geht es nicht besser. Wenn sich die Basis gegen die Politik der Parteispitze stellt, wird nicht die Politik geändert, sondern die Basis ignoriert, quasi Stalinismus light.

So geschehen beim umstrittenen Heumarktprojekt. „Wien heute“ berichtet einmal mehr über den Heumarktturm, muss berichten. Unter anderem befragt man „die Wiener“, ob sie es denn schlimm fänden, dass die UNESCO nun Wien auf die rote Liste setzt. Natürlich nicht, so der Tenor. Wobei der ORF diesmal sogar erwähnt, es ist ihm offenbar schon selbst ein bisserl peinlich, dass diese Umfrage nicht repräsentativ sei. No na ned, bei rund vier interviewten Passanten. Und überhaupt, so die Botschaft der Geschichte, diese rote Liste sei eh halb so wild; um nicht zu sagen wurscht.

Und weil das Heumarktprojekt für die Grünen in vielerlei Hinsicht ein Desaster ist, der ORF aber nicht umhinkommt, darüber zu berichten, gibt es zur Abfederung nach den beiden Heumarkt-Beiträgen in "Wien Heute" eine Wiedergutmachungsgeschichte für die Grünen. Frau Vassilakou darf ankündigen, dass sie die Verkehrsampeln nun vernetzen möchte, damit der Straßenverkehr in Wien künftig besser fließe, es weniger staut.

Lustig, seit Jahren kämpfen die Wiener Grünen verbissen und mit allen Mitteln gegen den motorisierten Individualverkehr, schikanieren Autofahrer, wo es nur geht. Und jetzt, wo ihnen politisch das Wasser bis zum Hals steht, kündigt man schnell vage Verbesserungen für die gequälten Autofahrer an. Besonders glaubwürdig ist das nicht, zumal diese angekündigte Vernetzung irgendwann kommen soll. Für einen völlig unkritischen PR-Beitrag im ORF reicht es allemal. Man braucht sich schließlich gegenseitig.  Allerdings dürfte solch plumpe Hofberichterstattung dem ORF weit mehr schaden, als sie den Grünen nutzt. Also irgendwie doch eine Win-Win-Situation.

So, 04.06.2017, 22:44 | E.H.

Was will Vasilakou? Ein riesiger Rechner in der Rossauer Kaserne, gesteuert durch die Verkehrsleitzentale der Polizei vernetzt die Ampeln unter Miteinbeziehung der Straßenbahnen schon seit Jahrzehnten
So, 04.06.2017, 22:52 | E.H.

Nachdem die Öffis bevorzugt werden, können die Straßenbahnen mittels Annäherungsmeldung die Ampeln zur Freigabe bringen und so die, dem Verkehrsaufkommen angepasste Koordinierung stören.
So, 04.06.2017, 22:57 | E.H.

Und das derzeitige Konzept wird Vasilakou sicher nicht zugunsten des Individualverkehrs ändern.
So, 04.06.2017, 11:43 | Freier Mensch

USA hat den Trump, Wien hat einenSuper-Trumpel !!!!!!!!!!!!!!!!! Dieses Weib ist unfähigst !!!!!!!!!!!!
So, 04.06.2017, 10:42 | Josef Maierhofer

Dabei wollte doch Frau Vassilakou für ihr Auto die Busspuren frei machen, um dann noch schnell die letzten 100m mit dem Rad aufzukreuzen ...
So, 04.06.2017, 19:55 | Fischer

War das nicht die "Es wird eh nicht jeden Freitag geköpft"...Justizministerin? Na gut, vom Rad war keine Rede. Hätte außerdem ein Lastenfahrrad sein müssen.... wegen der Akten .)
So, 04.06.2017, 10:30 | Das nenn ich Offenbarungseid der Ahnungslosigkeit! Danke!

Die Frau_In VizeGrünIn will also die Ampeln vernetzen . . . also etwas einführen, was es seit Jahrzehnten schon gibt! Besser kann man ihre völlige Ahnungslosigkeit nicht illustrieren! Danke, setzen!
So, 04.06.2017, 09:55 | carlos

nach meinen infos soll das auch über das smart-phone gehen. dann werden die autofahrer noch mehr überwacht. für radfahrer ist das ja egal, denn die fahren wie und wo sie wollen
So, 04.06.2017, 09:16 | Marand Josef

Ampeln vernetzen konnte man schon vor 40 Jahren. Das als Jahrhundertidee darzustellen und Fr. Lunacek sind für die Grünen eine super lose-lose Situation. Weiter so!



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